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Mobilität

Kokua LIKEaBIKE: Was hinter den Laufrädern steckt

Veröffentlicht: 11. August 2026 · ca. 3 min Lesezeit

Wer Kokua ist

Kokua ist ein deutscher Hersteller, der sich auf Laufräder spezialisiert hat und sie unter dem Namen LIKEaBIKE anbietet. Das Unternehmen gehört zu den Anbietern, die das moderne Laufrad in Deutschland bekannt gemacht haben - zu einer Zeit, als das Dreirad noch der Standard war und Laufräder als Nische galten.

Angeboten werden Modelle aus Holz und aus Metall. Die Holzvarianten sind das ursprüngliche Konzept: leichter Schichtholzrahmen, schlichte Konstruktion, wenige Teile. Die Metallmodelle sind auf robusteren Einsatz und größere Kinder ausgelegt und lassen sich weiter verstellen. Welche Modellreihen aktuell im Programm sind, ändert sich; das gehört auf die Herstellerseite und nicht in einen Ratgeber, der ein Jahr später noch stimmen soll.

Warum ein Laufrad überhaupt

Das Laufrad trainiert genau die Fähigkeit, die beim Umstieg auf das Fahrrad zählt: das Gleichgewicht. Kinder, die ein Laufrad gefahren haben, brauchen später in der Regel keine Stützräder - sie setzen sich auf ein Pedalrad, treten an und fahren. Stützräder trainieren dagegen eine Schräglage, die auf zwei Rädern nicht funktioniert, und müssen später wieder abtrainiert werden.

Der zweite Effekt ist praktischer Natur: Kinder mit Laufrad kommen im Alltag weiter mit, als sie zu Fuß kämen. Für Familien ohne Auto ist das ein echter Unterschied im Aktionsradius.

Woran du ein gutes Laufrad erkennst

Gewicht: Das wichtigste Kriterium. Ein Kind, das sein Laufrad nicht selbst aufheben und über eine Bordsteinkante heben kann, verliert die Lust. Leichte Modelle liegen deutlich unter dem, was einfache Baumarkträder wiegen.

Sattelhöhe und Verstellbereich: Beim Start sollten beide Füße flach auf dem Boden stehen und die Knie leicht gebeugt sein. Je größer der Verstellbereich, desto länger passt das Rad - bei zwei Kindern hintereinander ist das der entscheidende Punkt.

Lenkeinschlag begrenzt: Ein Anschlag verhindert, dass sich der Lenker beim Anfahren komplett verdreht. Bei den Kleinsten hilft das erheblich.

Bereifung: Luftreifen federn und rollen besser, brauchen aber Pflege und können platt werden. Vollgummi ist wartungsfrei, härter und lauter. Für den Waldweg Luft, für den Innenhof reicht Vollgummi.

Bremse: Bei den ganz Kleinen unnötig - sie bremsen mit den Füßen. Ab etwa drei Jahren und auf abschüssigen Wegen wird eine Handbremse sinnvoll, weil sie zugleich den Umgang mit dem Bremsgriff einübt.

Holz oder Metall?

Holzrahmen sind leicht, sehen freundlich aus und dämpfen Vibrationen etwas. Sie mögen allerdings keine Dauerfeuchte - ein Winter im Garten ist nichts für sie. Metallrahmen sind unempfindlicher, oft weiter verstellbar und lassen sich mit Zubehör wie Bremse oder Ständer ergänzen. Wer das Rad an mehrere Kinder weitergeben will und es auch mal draußen stehen lässt, fährt mit Metall entspannter.

Der Preisunterschied zu Discounter-Laufrädern ist erheblich. Was ihn relativiert: Ersatzteilversorgung und Wiederverkaufswert. Bei etablierten Herstellern gibt es Sattel, Reifen und Lager Jahre später noch einzeln, und gebrauchte Räder gehen zu einem stabilen Preis weg. Wer ein Laufrad nur für ein Kind und ein Jahr braucht, kauft dagegen sinnvollerweise gebraucht.

Ab wann und wie lange

Die meisten Kinder starten zwischen 18 Monaten und zweieinhalb Jahren - entscheidend ist die Schrittlänge, nicht das Alter. Gefahren wird das Laufrad, bis das Kind auf ein 14-Zoll-Fahrrad wechselt, meist zwischen drei und viereinhalb Jahren. Danach lässt sich das Laufrad gut an jüngere Geschwister weitergeben oder verkaufen.

Zwei Dinge gehören von Anfang an dazu: ein passender Helm, der waagerecht sitzt und die Stirn frei lässt, und feste Schuhe. Sandalen und Laufrad vertragen sich nicht - die Bremsbewegung mit dem Fuß geht dann auf die Zehen.

Zubehör, das wirklich gebraucht wird

Das meiste Laufrad-Zubehör ist entbehrlich, drei Dinge sind es nicht. Erstens der Helm: Er sollte waagerecht sitzen, zwei Fingerbreit über den Augenbrauen enden und sich nicht verschieben lassen, wenn das Kind den Kopf schüttelt. Zweitens feste Schuhe mit fester Sohle - beim Laufrad wird mit den Füßen gebremst, und das geht durch dünne Sohlen schnell durch. Drittens, sobald das Kind auf Gehwegen unterwegs ist, Sichtbarkeit: Reflektoren oder eine helle Jacke, weil ein Kind auf einem Laufrad für Autofahrer sehr niedrig und sehr schnell ist.

Nicht nötig sind dagegen Stützräder, Schiebestangen und Klingeln - alles drei nimmt dem Laufrad genau die Eigenschaft, wegen der es gekauft wurde: dass das Kind es selbst beherrscht.

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