Campingführer Kroatien: Welcher Band hilft bei der Planung?
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Reise Know-How Wohnmobil-Tourguide Kroatien: Die schönsten Routen
Warum Kroatien eine eigene Planung braucht
Kroatien hat eine sehr lange Küste mit vielen Inseln und ein Campingangebot, das von der Fünf-Sterne-Anlage mit Wasserpark bis zum Familienbetrieb mit zwanzig Stellplätzen reicht. Diese Spannweite ist der Grund, warum die Auswahl schwerer fällt als in Deutschland: Zwei Plätze, die im Katalog beide „Camping am Meer“ heißen, können völlig unterschiedliche Urlaube sein.
Dazu kommen Eigenheiten, die im Prospekt selten auftauchen. Viele Plätze liegen in Pinienwäldern - Schatten ist dort selbstverständlich, an anderen Küstenabschnitten dagegen gibt es kaum einen Baum, was im Juli den Tag bestimmt. Der Untergrund ist häufig steinig und hart, was für Zelte gute Heringe und eine dicke Unterlage bedeutet. Und die Zufahrten zu kleinen Buchtplätzen sind mitunter eng und steil, was mit einem großen Wohnwagen zum Thema wird.
Die passenden Bände
Länderführer mit Auswahl: Der Bruckmann Campingführer Kroatien arbeitet mit einer kuratierten Auswahl statt mit Vollständigkeit - gut geeignet, wenn die Reise noch offen ist und man einen Eindruck vom Land bekommen möchte.

Großes Verzeichnis für Südeuropa: Der ADAC Campingführer Südeuropa deckt Kroatien zusammen mit den Nachbarländern ab und liefert das, was Verzeichnisse können: standardisierte Angaben zu Ausstattung, Sanitär und Saison über viele hundert Plätze hinweg. Sinnvoll, wenn die Route mehrere Länder berührt - was bei der Anfahrt über Österreich, Slowenien oder Italien der Normalfall ist.
Tourenführer für Wohnmobile: Der Reise Know-How Wohnmobil-Tourguide Kroatien denkt in Strecken statt in Plätzen und enthält Angaben zu Straßen, Ver- und Entsorgung und Stellplätzen unterwegs. Für alle, die die Küste abfahren wollen, statt zwei Wochen an einem Ort zu bleiben.
Worauf Familien bei kroatischen Plätzen achten sollten
Schatten: Das wichtigste Kriterium im Hochsommer. Steht im Führer „Pinienbestand“ oder „schattig“, ist das eine belastbare Angabe; fehlt sie, sollte man auf Satellitenbildern nachsehen.
Zugang zum Wasser: Kroatische Strände sind meist Kies oder Fels. Badeschuhe sind kein Extra, sondern Grundausstattung, und für kleine Kinder ist ein flacher Kieseinstieg deutlich angenehmer als eine Felsplatte mit Leiter.
Platzgröße und Charakter: Große Anlagen bieten Animation, Wasserpark und Supermarkt - und haben mehrere tausend Gäste. Kleine Plätze sind ruhig und persönlich, dafür ohne Programm. Beides ist richtig, aber man sollte wissen, was man bucht.
Strom und Wasser am Stellplatz: Nicht überall selbstverständlich, und bei Hitze ist ein eigener Wasseranschluss mehr wert als jede Poolanlage.
Nebenkosten: Kurtaxe, Duschmarken, Hunde, Strom - bei manchen Plätzen macht das einen erheblichen Teil des Endpreises aus. Die Preistabellen der Verzeichnisse führen diese Posten getrennt auf, was den Vergleich erst ehrlich macht.
Saison und Buchung
Die Hauptsaison ist kurz und heiß. Juni und September sind für Familien mit kleineren Kindern angenehmer: Das Meer ist warm, die Plätze sind halb leer, und viele Anlagen geben in dieser Zeit Ermäßigungen. Wer an die Ferien gebunden ist, sollte für Juli und August früh buchen - beliebte Plätze an der Küste sind Monate vorher voll, besonders die Stellplätze in erster Reihe.
Ein praktischer Hinweis für die Anfahrt: Die Fahrt über die Alpen mit Wohnwagen ist mit Kindern eine Zweitagesetappe. Ein Zwischenstopp in Slowenien oder Kärnten kostet eine Nacht und nimmt der Ankunft die Erschöpfung - die meisten Führer für Südeuropa listen passende Plätze auf der Strecke gleich mit.
Was auf dem Weg dorthin zu klären ist
Kroatien liegt in der EU, aber nicht im Schengen-Raum-Alltag jeder Reiseroute: Wer über Slowenien fährt, braucht die dortige Vignette, wer durch Ungarn kommt, die ungarische. In Kroatien selbst wird auf der Autobahn an Mautstationen bezahlt. Für Wohnwagen und Wohnmobile gelten dabei eigene Klassen - das gehört in die Reisekasse eingerechnet.
Zwei weitere Punkte, die in Reiseführern oft nur klein stehen: Die Fährverbindungen zu den Inseln haben im Sommer feste Kontingente für Fahrzeuge, und wer mit Wohnwagen auf eine Insel möchte, sollte vorab buchen. Und die Nebenstraßen entlang der Küste sind kurvig; die reine Kilometerzahl sagt über die Fahrzeit wenig aus. Mit Kindern im Auto lohnt es sich, die Etappen kürzer zu planen, als die Karte nahelegt.
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