E-Scooter-Test: PARDER ONE [Testbericht]
Wie fährt sich der PARDER ONE wirklich?
Das Fahrgefühl ist deutlich besser als bei Standard-E-Scootern – dank der großen 20-Zoll-Vorder- und 16-Zoll-Hinterreifen. Kanaldeckel und Bordsteinkanten sind kaum spürbar, stattdessen rollt der Scooter sanft über Asphalt und selbst Wiesen. Das Trittbrett ist gummiert, lang und rutschsicher. Der lange Radstand sorgt für hohe Stabilität, besonders in Kurven. Insgesamt fährt sich der PARDER ONE tatsächlich wie ein Mix aus E-Scooter und E-Bike – das Versprechen des Herstellers geht auf.
Welche Motor- und Akkudaten hat der PARDER ONE?
Der 450-Watt-Motor mit 48-Volt-Lithium-Ionen-Akku (7,5 Ah) beschleunigt komfortabel bis 25 km/h, was wir in etwa 5 Sekunden erreicht haben. Die Geschwindigkeit wird per Drehgriff geregelt. Der Akku sitzt unter dem Trittbrett für optimalen Schwerpunkt und lädt vollständig in etwa 5 Stunden.
Wie weit kommt man mit einer Akkuladung?
Bei realen Bedingungen (90 kg Fahrergewicht, 10–15 °C, gemischtes Gelände) erreichten wir durchschnittlich 31 km Reichweite. Das reicht für tägliche Stadtfahrten und längere Ausflüge. Praktisch: Dank der großen Reifen kannst du teilweise ohne Gas rollen und so Akku sparen.
Was wiegt der PARDER ONE und wer darf ihn fahren?
Mit 18,9 kg ist der Scooter nicht super leicht – vergleichbar mit dem ADAC-Testsieger Ninebot MAX G30D. Die Traglast liegt bei 120 kg, der Scooter ist also auch für schwerere Fahrer gut geeignet. Wegen des Gewichts und langen Radstands ist er weniger dafür gedacht, regelmäßig Treppen hochzutragen.
Wie gut sind Bremsen und Sicherheitsausstattung?
Zwei mechanische Scheibenbremsen ermöglichen feines Dosieren und sicheres Abbremsen. Die Beleuchtung mit Bremslicht ist okay, die Hinterbeleuchtung könnte aber strahlkräftiger sein – unser einziger kleiner Kritikpunkt. Die Klingel ist deutlich hörbar. Der Scooter hat ein Diebstahlschloss (verhindert nur Start) und einen klappbaren Lenker via Schnellverschluss – praktisch für den Autotransport. Ein Seitenständer ist ebenfalls dabei.
Wie nutzerfreundlich ist das Display?
Das Display ist bewusst einfach gehalten – keine App-Registrierung nötig, kein Zwang zur Hersteller-Plattform. Angezeigt werden km/h, Kilometerstand und Akku-Stand. Es gibt drei wählbare Fahrmodi mit unterschiedlichen Geschwindigkeitsgrenzen. Im Alltag reicht das vollkommen aus.
Was kostet der PARDER ONE und wo kann man ihn fahren?
1.399 Euro – das ist ein höherer Preis, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Das Design ist ansprechend, der Alurahmenbau hochwertig. Wichtig: In Deutschland ist der PARDER ONE derzeit nur auf Privatgelände zugelassen, nicht im öffentlichen Straßenverkehr. Der Hersteller arbeitet an einer Genehmigung (ABE), die 2024 erwartet wird.
Für wen ist der PARDER ONE geeignet?
Der Scooter passt zu dir, wenn dir Komfort und Verarbeitungsqualität wichtiger sind als Leichtgewicht und Portabilität. Ideal für etwas längere, regelmäßige Fahrten auf guter Strecke. Personen ab 120 kg Gewicht profitieren von der hohen Traglast. Wer auf Wiesen oder weniger befestigt fahren will, freut sich über die großen Reifen. Nicht ideal, wenn du den Scooter täglich in Treppen hochschleppen musst oder sofort legal im Straßenverkehr fahren möchtest.
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