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Folgen von Cybermobbing

Veröffentlicht: 6. März 2023 · Aktualisiert: 28. Juni 2023 · ca. 7 min Lesezeit

Welche psychischen Folgen hat Cybermobbing?

Cybermobbing kann ernsthafte psychische Erkrankungen auslösen: Depressionen, Angststörungen, Schlafstörungen und Panikattacken sind bei Opfern häufig. Diese Symptome können so belastend werden, dass professionelle Unterstützung nötig ist.

Wenn du merkst, dass du dich niedergeschlagen, ängstlich oder schlaflos fühlst, zögere nicht, einen Therapeuten oder dein Beratungszentrum zu kontaktieren. Selbsthilfegruppen helfen dir auch, nicht allein zu sein. Wichtig: Versuche, bewusst positive Dinge an dir selbst wahrzunehmen – das stärkt dein Selbstvertrauen gegen die Angriffe.

Führt Cybermobbing zu sozialer Isolation?

Ja, viele Opfer ziehen sich nach Cybermobbing zurück, um sich vor weiteren Angriffen zu schützen. Doch genau das verschärft die Situation: Ohne sozialen Support verstärken sich negative Gedanken und Ängste.

Der Rückzug kann dazu führen, dass du das Haus nicht mehr verlässt, Freunde meidest und immer unsicherer wirst. Versuche stattdessen, den Kontakt zu mindestens einer Vertrauensperson zu halten – ob Freund, Familie oder Therapeut. Tritt einer Selbsthilfegruppe bei, wenn möglich. Es hilft wirklich, mit anderen über deine Erfahrung zu sprechen.

Warum sinken die Schulleistungen bei gemobbten Kindern?

Unter Stress und Angst kannst du dich einfach nicht konzentrieren. Viele Mobbingopfer fürchten den täglichen Spott in der Schule und wollen gar nicht mehr hingehen.

Das ständige Druck führt dazu, dass du Aufgaben nicht erledigen kannst und deine Noten fallen. Eltern sollten frühzeitig reagieren, wenn sie Anzeichen wie soziale Isolation oder Desinteresse an Aktivitäten bemerken. Lehrende müssen Mobbing ernst nehmen und ahnden – nur so entwickeln Betroffene wieder Vertrauen in Schule und Umfeld.

Kann Cybermobbing zu Selbstmordgedanken führen?

Leider ja – Selbstmordgedanken sind eine der schwerwiegendsten Folgen von Cybermobbing. Wenn du dich völlig isoliert und unverstanden fühlst, können diese Gedanken schnell entstehen.

Wenn du Selbstmordgedanken hast, hole dir sofort Hilfe: Ruf die Telefonseelsorge an (0800 1110111 oder 0800 1110222, kostenlos und anonym), sprich mit einem Freund oder Familienmitglied oder wende dich an einen Therapeuten. Es gibt immer einen Ausweg, und es gibt Menschen, die dir helfen wollen. Du bist nicht allein.

Welche körperlichen Symptome verursacht Cybermobbing?

Chronischer Stress durch Cybermobbing löst oft Kopfschmerzen, Übelkeit, Magenschmerzen und Schlafstörungen aus. Diese Beschwerden sind zwar meist vorübergehend, aber ein wichtiges Zeichen, dass du Hilfe brauchst.

Wenn du solche Symptome bemerkst, sprich mit deinem Arzt und erzähle ihm von dem Mobbing. Informiere auch deine Familie und Freunde über deine Probleme – sie können dir unterstützen. Professionelle Organisationen helfen dir, mit der Situation umzugehen und wieder Kontrolle über dein Leben zu gewinnen.

Wie verliere ich das Vertrauen durch Cybermobbing?

Nach Cybermobbing ist es normal, dass du misstrauischer wirst – gegenüber anderen Menschen und dem Internet. Viele Opfer fragen sich, ob sie je wieder sicher online unterwegs sein können.

Der Vertrauensverlust ist ein natürlicher Prozess, aber du kannst ihn wieder aufbauen. Informiere dich über Sicherheitsmaßnahmen wie starke Passwörter und regelmäßige Updates. Taste dich langsam wieder an soziale Kontakte heran, ohne dich zu überfordern. Sprich mit Vertrauenspersonen oder einer Beratungsstelle, wenn du dich unsicher fühlst. Gib dir Zeit – Vertrauen kehrt zurück.

Wo bekomme ich Hilfe bei Cybermobbing?

Du brauchst nicht allein zu kämpfen. Es gibt spezialisierte Beratungsstellen, Therapeuten, Hotlines und Selbsthilfegruppen, die auf Cybermobbing spezialisiert sind.

Sprich mit einem Vertrauenserwachsenen (Eltern, Lehrer, Schulberater) oder kontaktiere die Telefonseelsorge. Viele Bundesländer haben zudem spezialisierte Online-Beratungen für junge Menschen. Dokumentiere die Angriffe und zeige sie den Plattformen und – wenn nötig – der Polizei an. Je früher du handelst, desto besser kann dir geholfen werden.

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