unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Mediensucht und ihre Anzeichen

Wenn die Mediennutzung Symptome einer Sucht aufweist, also etwa kompensatorische Funktion übernimmt und nicht einfach Ergänzung oder gar Erweiterung der realen Welt ist, spricht man von Medien-, Internet- oder Onlinesucht.

Die Anzeichen und Symptome können vielfältig sein:

  • unwiderstehliches Verlangen
  • Entzugserscheinungen
  • Kontrollverlust
  • Die Mediennutzung dient dazu, negative Gefühle oder Probleme zu verdränken
  • Die Mediennutzung hat negative soziale Konsequenzen
  • Die Zeitmenge, die im Internet verbracht wird, wird verleugnet
  • Der Betroffene reagiert auf Unterbruch oder Störung der Mediennutzung aggressiv.
  • Schlafgewohnheiten verändern sich.
  • Leistungsprobleme treten auf.
  • Pflichten werden vernachlässigt.
  • Der Betroffene zieht sich von Freunden zurück und vernachlässigt seine Hobbies.
  • Der Betroffene zeigt Anzeichen von Verwahrlosung bezüglich Aussehen und Hygiene.

Eine Mediensucht zu diagnostizieren ist nicht ganz einfach. Darum sind verlässliche Zahlen über die tatsächliche Ausbreitung dieser Sucht unter Kindern und Jugendlichen kaum vorhanden. Fachleute gehen davon aus, dass rund 10 % betroffen oder stark gefährdet sind. Wenn sich Teenager zurückziehen, Eltern nicht mehr an sich heran lassen, die Nacht zum Tag machen oder sehr ungnädig reagieren, wenn Eltern sie beim Social-networken oder beim Gamen stören, sind dies in den meisten Fällen Symptome ihres Alters und nicht die einer Sucht. Dennoch sollten Eltern ihre Teenager beobachten und eine übermässige Mediennutzung thematisieren.