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Was ist Cybermobbing?

Cybermobbing kann viele Gesichter haben. Die Übergriffe reichen vom Weiterleiten privater Nachrichten oder Bildern an Dritte, Beschimpfungen und Beleidigungen, das Verbreiteten von Gerüchten bis hin zu wahren Hetzkampagnen:

  • Gefälschte Bilder, Bild- oder Videomontagen werden im Internet publiziert oder per Handy verschickt.
  • Opfer erhalten Droh-E-Mails oder -sms.
  • Zugangsdaten zu Mail-Accounts oder Accounts auf sozialen Netzwerken werden ausspioniert, um die privaten Mails und Nachrichten zu lesen. Oder um unter dem Namen des Opfers beleidigende Mails oder Nachrichten zu verschicken.
  • Auf einschlägigen Internetseiten werden unter dem Namen des Opfers Inserate aufgegeben, natürlich mit Angabe der Telefonnummer des Opfers. 
  • Im Internet werden Sex-Artikel auf den Namen des Opfers bestellt.
  • usw …

So verschieden die einzelnen Angriffe auch sein mögen, eines haben sie in der Regel gemeinsam: Sie sind anonym und stammen aus dem näheren Umfeld der Opfer. Die Belästigten haben zwar häufig einen Verdacht, wer hinter den Attacken stecken könnte, doch die Hilflosigkeit und die Unsicherheit, wem sie tatsächlich noch vertrauen können, belastet zusätzlich.

Cybermobbing kann leider nicht als Randproblem abgetan werden. Neben den teilweise recht extremen Einzelfällen, über die in den Medien berichtet wird, ist wohl von einer breiten Grauzone auszugehen. Studien zeigen, dass bis zu 20 Prozent der Jugendlichen von Cybermobbing betroffen sein können. Allein im Kanton Zürich mussten im Jahr 2009 Fachleute rund fünfzigmal einschreiten, weil an Schulen Jugendliche von Mitschülern mit Computer und Handys gemobbt wurden. Bei der Pro Juventute-Beratung und dem Sorgentelefon 147 rufen jeden Tag mehrere Kinder und Jugendliche an, die Cybermobbing im Freundeskreis oder in der Schule erleben.

Cybermobbing muss unbedingt ernst genommen werden, denn für die Opfer geht seine Tragweite weit über einen Kinderstreich, eine Hänselei unter Schülern hinaus.

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