unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Dabei sein ist alles – die Bedeutung von Gleichaltrigen in der Pubertät

Der Lebensmittelpunkt von Jugendlichen verlagert sich in der Pubertät ein ganzes Stück weit aus der Familie in die Welt der Gleichaltrigen. Die Jugendlichen sind bestrebt, sich von den Eltern zu lösen, unabhängiger zu werden. Die Gleichaltrigen, die sogenannten Peers, gewinnen deutlich an Bedeutung. Der Freundeskreis wird zum zentralen Orientierungspunkt, die Meinung der Eltern zählt oft wenig. Das war schon immer so und ist auch wichtig. Schliesslich sollen Kinder zu eigenständigen, lebenstüchtigen Menschen heranwachsen und nicht ihr Leben lang am Rockzipfel der Eltern hängen bleiben.

Dennoch ist es eine grosse Herausforderung für Eltern, sich durch die manchmal auch recht ruppige Abgrenzung ihrer Kinder nicht persönlich verletzt zu fühlen.

Eine Herausforderung ist es aber auch, den Kindern genügend Freiraum zu lassen, damit sie im Kreis ihrer nun zentralen Bezugsgruppe, der Gleichaltrigen, ihre eigene Weltanschauung entwickeln, das Wertesystem der Erwachsenen hinterfragen und erste Lebensentwürfe skizzieren  können. Dies ganz besonders, wenn Kinder sich – und sei es auch nur vorübergehend – einen Freundeskreis aussuchen, der den elterlichen Vorstellungen so gar nicht entsprechen will.

Mehr noch als sich Kinder in dieser Zeit von ihren Eltern abgrenzen, wollen sie zu ihren Peers, zu ihrer Gruppe der Gleichaltrigen, dazugehören, integriert und von ihnen anerkannt sein. Dazu gehört auch, dass sie sich die gemeinsamen Normen und Wertvorstellungen, die Sprache, den Kleidungsstil und die Musikrichtung dieser Gruppe zu eigen machen; z.B. der  Hip Hopper, Emos, Punks, Skaters oder wie sie alle heissen mögen.