unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Die Grenze zur Sucht: Wie viel darf es denn also sein?

Die Grenzen zwischen unproblematischer Nutzung und Online-Sucht verlaufen fliessend. Je nach dem, wie man „problematische Nutzung“ definiert, wird man andere Resultate über die Zahl der Betroffenen erhalten.
Obwohl problematische Internet-Nutzung zunehmend als Abhängigkeit anerkannt wird, gibt es bisher keine international anerkannte Definition für die Online-Sucht. Eine Schweizer Studie kam zum Ergebnis, dass Online-Süchtige im Schnitt 35 Stunden pro Woche ausserberuflich im Netz verbringen. Allerdings, so die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA), kann auch eine geringere Online-Zeit negative Auswirkungen haben und Abhängigkeitssymptome zeitigen. „Und: Nicht jede exzessive Nutzung ist gleich eine Abhängigkeit.“ Viele Jugendliche hätten Phasen, in denen sie bestimmte Verhaltensweisen exzessiv zeigen und sich nach einiger Zeit wieder davon lösen.
Online-Sucht gilt als sogenannte nicht-stoffgebundene Abhängigkeit. Das heisst: Der rauschähnliche Zustand wird nicht durch den Konsum einer Substanz erzeugt, sondern durch biochemische Prozesse im Hirn, die durch die Online-Aktivität ausgelöst werden.
Risiken und mögliche Folgen exzessiver Internet-Nutzung

  • Vernachlässigung von Beziehungen und Aktivitäten im „richtigen Leben“, wie Schule, Ausbildung etc.
  • Gesundheitsschäden (Körperhaltung, Über- oder Untergewichtigkeit aufgrund gestörten Essverhaltens, Kopfschmerzen, Augenprobleme) durch ständiges Sitzen am Computer)
  • psychische Abhängigkeit, vor allem bei Jugendlichen (starkes Verlangen, Steigerung des Zeitaufwands evtl. trotz Kritik von Eltern und Freunden)