unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Das können Eltern tun

Eltern können dazu beitragen, dass Jugendliche die Social Media nicht nur mit viel Vergnügen, sondern auch sinnvoll und sicher nutzen. Klären Sie deshalb Ihre Kinder über mögliche Risiken auf, sprechen Sie mit Ihren Kindern über deren Erfahrungen mit den Social Media und bestehen Sie auf der Einhaltung folgender Regeln:

  • Alterslimiten und Altersempfehlungen von Chats, Foren und sozialen Netzwerken sollen ernst genommen und beachtet werden. So kann verhindert werden, dass Jugendliche vermeidbaren Gefahren ausgesetzt oder mit Inhalten konfrontiert werden, die nicht für ihr Alter geeignet sind.
  • Angaben zur Person sollen sich immer auf das Nötigste beschränken. Auch Nicknames sollen keine persönlichen Informationen wie Alter oder Postleitzahl enthalten.
  • Sicherheitseinstellungen sollen auf der höchstmöglichen Stufe vorgenommen werden. Gerade in sozialen Netzwerken ist es kaum zu vermeiden, dass persönliche Informationen veröffentlicht werden. Diese sind aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Darum sollte diese auch ausgeschlossen werden und sollen die Informationen, aber auch Bilder nur den eigenen Freunden zugänglich sein.
  • Think before you post! Wenn Informationen, Kommentare oder Bilder erst einmal veröffentlicht sind, haben wir keine Kontrolle mehr über sie. Dritte können sie auch unbefugt kopieren und weiter verwenden, selbst wenn wir sie bei uns gelöscht haben. Spontan und unüberlegt veröffentlichte Kommentare oder Partybilder können so zu einer unangenehmen Hypothek werden. Das sollte vor jeder Veröffentlichung bedacht werden.
  • Recht und Gesetz gelten auch im Internet. Kinder und Jugendliche sind durch allfälliges Unwissen nicht davor geschützt, nach Straftaten rechtliche Konsequenzen tragen zu müssen. Bei der Nutzung der Social Media sind insbesondere das Urheberrecht und das Persönlichkeitsrecht zu beachten.
  • Misstrauen gegenüber Fremden ist in den Social Media für Kinder und Jugendliche Pflicht. Hinter Nicknames können sich auch Personen mit schlechten Absichten verstecken. Absolut tabu ist es, Personen, die man nur aus dem Internet kennt, ohne Begleitung von Erwachsenen zu treffen.
  • Belästigungen, Cybermobbing und sexuelle Übergriffe muss man sich nicht gefallen lassen. Bereits bei Verdacht auf Belästigung, Cybermobbing oder sexuelle Übergriffe soll der Kontakt zur betreffenden Person abgebrochen und die Unterstützung von Erwachsenen geholt werden.