unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Wer haftet wann wofür?

Auch in den neuen Medien ist jeder für sein Handeln verantwortlich und kann für unerlaubte Handlungen belangt werden. Davor schützt auch die vermeintliche Anonymität nicht. Mit der IP Adresse seines Computers hinterlässt jeder Nutzer viele Spuren im Web, über die er einfach identifiziert werden kann.

Für Eltern stellt sich die Frage, ob und wann sie allenfalls für die Handlungen ihrer Kinder in den neuen Medien haften. So kann beispielsweise das Abschliessen eines Vertrages durch den Nachwuchs Konsequenzen haben.

Grundsätzlich sind Eltern für den Schaden, den ihre Kinder verursachen, haftbar.

Ausschlaggebend ist, ob Eltern nachweisen können, dass sie ihr Kind im Rahmen des Üblichen, des Zumutbaren und mit der gebotenen Sorgfalt beaufsichtigt haben. Mit anderen Worten: Wer seine Kinder in die Welt der neuen Medien lässt, hat nicht nur die Pflicht, sie darüber aufzuklären, was erlaubt und was verboten ist. Auch die entsprechende Kontrolle und ein sorgfältiger Umgang mit eigenen Passwörtern etc. sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Für das Beispiel eines Vertragsabschlusses bedeutet das unter anderem: kein Speichern von Zugangsdaten der Eltern wie Passwörtern für amazon, ebay & Co. sowie kostenpflichtige Internetdienste auf gemeinsam mit den Kindern genutzten Computern!

Für allfällige Bussen, die unmündigen Kindern und Jugendlichen für Straftaten von einem Gericht auferlegt werden, haften die Eltern nicht.