unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Wie können Kinder im Internet geschützt werden?

Sehen Sie hier , wie Sie Ihre Kinder schützen können.

Jugendmedienschutz

Ronja Tschümperlin, Stiftung Kinderschutz Schweiz: " Schutzsoftware und Filter entbinden die Erwachsenen nicht von ihrer Pflicht zum Dialog."

Video ansehen

SafeSurfing – Schutz vor jugendgefährdenden Inhalten

Kinder sollten bei der Nutzung des Internets unterstützt, begleitet und geschützt werden. SafeSurfing unterstützt Sie einfach und zuverlässig beim Schutz vor jugendgefährdenden Inhalten im Internet – auf allen internetfähigen Geräten in Ihren vier Wänden. 

Übersicht der geeigneten Massnahmen

Eine Reihe von Massnahmen kann die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen vor Risiken schützen, die durch den Umgang mit den neuen Medien entstehen können. Die meisten sind dringend empfehlenswert. Welche jedoch und in welchem Umfang im Einzelfall ergriffen oder eingesetzt werden sollen, hängt sicher vom Alter der Kinder, den Umständen und dem eigenen Erziehungsstil ab. Kennen sollten Eltern sie jedoch alle.

Informationen aus dem Internet vorfiltern

Viele Risiken lassen sich umgehen, indem der Zugang zu Informationen beschränkt beziehungsweise gesteuert wird. Dies kann auf verschiedene Arten vorgenommen werden:

  • Benutzerprofil: Im Benutzerprofil wird festgelegt, welche Zugriffs- und Verwaltungsrechte der jeweilige Nutzer auf dem Computer, aber auch in das Internet hat. So lässt sich im Browser auch vordefinieren, welche Websites vom Nutzer überhaupt eingesehen werden dürfen. Neue Websites können nur durch einen Nutzer mit Verwalter- oder Administratorenrechten zugelassen werden.
  • Filter: Mit Filterprogrammen lassen sich Websites aufgrund ihrer Inhalte sperren. Das Programm verhindert den Zugang zu Sites, die als schädlich bezeichnetes Material enthalten (Pornografie, Gewalt usw.). Allerdings schützen die allermeisten Filterprogramme nur auf dem jeweiligen Gerät. Allen, die ihr Kind zumindest in den eigenen vier Wänden auf allen internetfähigen Geräten vor jugendgefährdenden Inhalten schützen möchten, empfehlen wir das neue Angebot SafeSurfing. Siehe dazu auch die Informationen in der rechten Spalte.
  • interne Filter: manche Betriebssysteme und Browser haben eine integrierte Kindersicherung oder eine Filterfunktion. Diese können nach den individuellen Bedürfnissen eingestellt werden.
  • Filter in Suchmaschinen: Manche Suchmaschinen bieten die Möglichkeit, einen Filter einzuschalten, der Seiten mit nicht jugendfreien Inhalten ausfiltert. Diese Filter sind als Schutz für Kinder und Jugendliche auch nur bedingt hilfreich, da sie vordefiniert sind und von jedem Nutzer mit einem Mausklick ausgeschaltet werden können. 

Eltern helfen Eltern
"Kann man den Zugang zum Internet kontrollieren?" und "Schutz im Internet" – Informationen von Remo Viscardi, dipl. El. Ing. ETH.

Informationen zur Person anonym halten

Kinder und Jugendlichen ist es vielfach nicht bewusst, dass sie im Internet unzählige Spuren hinterlassen. Vielfach sind es winzig kleine Informationen, die insbesondere im Web mehr oder weniger breit verstreut sind: die Postleitzahl im Nickname (30checker00, diese Methode ist durchaus beliebt), ein paar Kommentare zu geposteten Bildern auf der Socialnetworking-Plattform wie „jöö Hansi, so sweet das pic“, „voll läss gse am Match, bisch am Samstig wieder dörte“. Schnell einmal fügen sich solche Informationen zu einem ganzen Bild. Hansi ist dann auch in der realen Welt aufspürbar. Auch für Übeltäter.
In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich auch, für die Verwendung auf Social Networking-Plattformen etc. anonymisierte E-Mail-Adressen einzurichten.

Einschränken von Kontakten

Es ist technisch durchaus möglich festzulegen, mit wem Kinder und Jugendliche über die neuen Medien Kontakt haben dürfen. Je älter sie sind, desto schwieriger ist das – wie im realen Leben auch. Zudem kann eine solche Beschränkung durchaus ein Eingriff in die Privatsphäre sein.

Einige Regelungen sind jedoch durchaus sinnvoll:

  • Jüngere Kinder sollten sich im Internet nie von Fremden ansprechen lassen, sondern nur mit ihren wirklichen Freunden chatten. Dies gilt auch und besonders beim Chatten mit Webcams. So lässt sich beispielsweise im Instant Messaging einstellen, dass nur mit den Freunden aus der Buddy List kommuniziert werden kann.
  • Jugendliche sollten wissen, dass ihr Gesprächspartner nicht der sein muss, für den er sich ausgibt und auch üble Absichten haben kann. Fremden gegenüber ist in den neuen Medien (noch) mehr Vorsicht und gesundes Misstrauen angesagt als in der realen Welt.

Absolut tabu sollten für alle Kinder und Jugendlichen Treffen mit Personen, die man nur aus dem Internet kennt, ohne Begleitung von Erwachsenen sein.

 

Weitere Informationen zum Thema Sicherheit im Internet für Kinder finden Sie auch auf der Website des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten.