unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Die Würde des Menschen soll nicht angetastet werden

Die Unmittelbarkeit der Kommunikation, der kinderleichte Zugang zu Inhalten aller Art, die unüberschaubare Anzahl von Informationen und die beinahe allgegenwärtige Verfügbarkeit der neuen Medien bieten auch Raum und Verbreitungswege für Meinungsäusserungen, welche das Persönlichkeitsrecht des Einzelnen verletzen. Wer solche Äusserungen produziert, verkauft, erwirbt, sich beschafft, verbreitet oder sie besitzt, macht sich strafbar. Dies betrifft insbesondere Inhalte, die

  • den Ruf und die Ehre eines anderen verletzen (Ehrverletzung oder Verleumdung).
  • rassistisch oder diskriminierend sind.
  • Gewalt darstellen, androhen oder zu Gewalt aufrufen.
  • pornografische Schriften, Darstellungen oder Bilder enthalten.

Dass Kinder und Jugendliche mit solchen Inhalten in Berührung kommen, lässt sich in der heutigen Informationsgesellschaft – leider – nicht ausschliessen. Neben Fragen der Sicherheit (mehr dazu hier) ist es daher sicher wichtig, mit Heranwachsenden auch über die Gefahr zu sprechen, unbeabsichtigt selbst Straftaten zu begehen. Denn was unter Freunden gesagt auch nicht angebracht ist, kann als Kommentar zu einem Lehrerbild auf einer Community-Seite zu einem Vergehen werden, das strafrechtlich geahndet werden kann. Der eben doch öffentliche Charakter des Internet und das schriftliche Festhalten der Äusserung sind dafür ausschlaggebend. Dass in diesem Zusammenhang die sogenannte Jugendsprache (mehr dazu hier) und der überaus ungezwungene Umgang mit derbsten Schimpfwörtern zu einer weiteren Stolperfalle wird, ist den Jugendlichen oft zu wenig bewusst. So beschimpfen sich Jugendliche untereinander auch schon mal mit Schimpfwörtern, die eindeutig rassistisch und diskriminierend sind. Einmal in einem Forum platziert, werden solche Äusserungen öffentlich und lassen sich vielfach nicht mehr so einfach aus der Welt schaffen.