unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Datenschutz und Schutz für die Daten

Der gläserne Nutzer ist längst kein leeres Schlagwort mehr. Wissentlich, aber auch unbewusst, haben wir längst Unmengen von Daten und Informationen über uns im Internet hinterlassen. Dennoch gilt auch hier das Datenschutzgesetz, das uns die Selbstbestimmung über Daten zu unserer Person garantieren soll. Durch das Datenschutzgesetz geschützt sind in der Schweiz alle Personendaten, die in die Privatsphäre des Einzelnen fallen, wie Angaben zur Person, zum Gesundheitszustand, zum Leumund, aber auch Daten über religiöse, weltanschauliche oder politische Ansichten und Tätigkeiten.

Datenschutz ist aber nicht gleich Datenschutz und wir bewegen uns im Internet gewissermassen in internationalen Gewässern und allzu oft auch ausserhalb der Hoheitszonen. Entsprechend fahrlässig ist es daher, sich zum Schutz der eigenen Daten auf Gesetze allein zu verlassen. Gut beraten ist, wer im Internet alle Sicherheitsvorkehrungen trifft, die ihm zur Verfügung stehen, damit heikle Daten gar nicht erst der Öffentlichkeit zugänglich werden. mehr

Auch in diesem Zusammenhang sollten Kinder und Jugendliche wissen, dass sie nicht nur Opfer von unrechtmässiger Verwendung von Daten werden können, sondern auch selbst Regeln zu befolgen haben. Besonders beim Herunterladen von Bild- und Tondaten ist darauf zu achten, nicht durch Verletzung des Urheberrechts die Grenzen zur Illegalität zu überschreiten. mehr

Strafbar ist es auch, Daten Dritter zu beschädigen. Während das Hacken von Computern oder Computersystemen sowie das bewusste und gezielte Einsetzen von (schädlichen) Viren etc. wohl die wenigsten von uns betrifft, so könnten wir unter Umständen für das Versenden von Spam-E-Mails verantwortlich gemacht werden. Das Fernmeldegesetz, das seit 1. April 2007 in der Schweiz in Kraft ist, versteht Spammen, also das Versenden unerwünschter elektronischer Massenwerbung via E-Mail oder SMS, aus der Schweiz als Straftat, die mit Geldbussen oder sogar Freiheitsstrafen geahndet werden kann. In diesem Sinn kann sich auch strafbar machen, wer seinen eigenen Computer nicht genügend schützt und ihn zu einem Zombie verkommen lässt. Ein Zombie kann durch Dritte für den Versand von Spam eingesetzt werden und der ahnungslose Nutzer „verschickt“ Spam aus der Schweiz. Dass diese Gefahr nicht nur marginal ist, beweisen die Zahlen: gegen 80% der weltweit verschickten Spam-E-Mails werde nach Einschätzung von Experten von Zombies verbreitet.