unterstützt Eltern in der Medienerziehung

iPhone-Projekt in Goldau

Primarschule und neue Medien

Für die meisten Kinder beginnt das Lernen in und mit den neuen Medien in der Schulzeit. Wenn sie davor Zugang zu Computer und Handy haben, so stehen dabei erstmal Spass und Spiel im Vordergrund. Das kann sich schon in der Primarschule schnell ändern. In immer mehr Klassenzimmern stehen Computer, in einigen Schulen wird der Einsatz von iPhones, iPods oder Tablets erprobt. Vielfach ersetzen sie zunächst einfach nur den guten, alten Profax (ein an den Schweizer Schulen weitverbreitetes Lernsystem zur Selbstkontrolle) und werden mit entsprechenden Lernprogrammen als Übungshilfe eingesetzt. Aber bereits mit dem ersten Vortrag, den es in der Primarschule zu halten gilt, können die Anforderungen an die Kompetenz der Kinder im Umgang mit den neuen Medien deutlich steigen: „Ihr könnt ja im Internet nachsehen!“, delegieren Lehrpersonen auch schon mal.

Neue Medien im Unterricht

Eltern stehen nicht selten vor der Frage, ob solche Anforderungen angebracht sind, welche Kenntnisse ihre Kinder allenfalls von Haus aus mitbringen müssen und was die Kinder in der Schule zu den neuen Medien lernen. Da dies in den meisten Lehrplänen (noch) nicht oder nicht eindeutig festgelegt ist, und der Einsatz von neuen Medien im Unterricht oft weitgehend der Initiative der Lehrpersonen überlassen ist, sollten Eltern bei Fragen oder Unsicherheiten das Gespräch mit der Lehrperson suchen.

Es gibt verschiedene interessante Beispiele für den Einsatz neuer Medien in der Primarschule. Zum Beispiel: das iPhone-Projekt an der Primarschule in Goldau und das Projekt "Jedem Kind sein Netbook" der Primarschule Zuzwil.

Was können Eltern tun?

Eltern sollten aber auch wissen und verstehen, dass die Schule auf die Medienerziehung zwangsläufig nur beschränkten Einfluss hat und ihr diese Aufgabe nicht einfach aufgebürdet werden kann.

In den Lehrplänen ist Medienerziehung bzw. der Umgang mit den neuen Medien (noch?) ein Randthema, dass von vielen engagierten Lehrpersonen zwar in den Regelunterricht integriert wird, aber in den Lehrplänen meist erst auf der Sekundarstufe einsetzt: Die Schüler werden dann in der Regel ein Jahr lang in einem Fach mit dem Namen "IKT" o.ä. unterrichtet –  mit einem Wochenpensum von 1/2 bis 1 Stunde. Diese bietet kaum genügend Raum, die vielen Dimensionen der Mediennutzung und die Vermittlung von Medienkompetenz abschliessend zu behandeln. Darum ist in Fragen der Medienerziehung eine gute Partnerschaft und gegenseitiges Verständnis zwischen Eltern und Schule unerlässlich:

  • Eltern sollten Medienerziehung nicht einfach an die Schule delegieren.
  • Eltern sollten wissen, was in der Schule gelernt, was vorausgesetzt ist.Bei Unklarheiten sollte das Gespräch mit der Schule und den Lehrpersonen gesucht werden.
  • Gelten an der Primarschule Nutzungsregeln für Handys, Computer & Co., ist es sinnvoll, wenn Elternhaus und Schule hier am gleichen Strick ziehen.