unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Handys für Primarschüler?

Gruppenzwang ist im Zusammenhang mit Handys ein grosses Thema. „Alle haben eins, nur ich nicht“. Kaum ein anderes Medium hat im Kindes- und Jugendalter einen ähnlichen Wert als Statussymbol. Dennoch: Fachleute empfehlen, Kindern erst nach dem 9. Geburtstag ein Handy zur Verfügung zu stellen.

Reizvoll sind Handys für Kinder nicht etwa als Telefon, sondern wegen der unterdessen unzähligen Zusatzfunktionen wie Internetzugang, Foto- und Videofunktion oder Spielen. Hier liegt auch das Problem: Wenn Kinder Handys nutzen, können sie dabei kaum begleitet und unterstützt werden. Eine, wenn auch von Kindern nicht immer geschätzte, Alternative sind Handys mit wenig Zusatzfunktionen. Wenn Sie sich entscheiden, Ihren Kindern ein internetgängiges Handy zur Verfügung stellen, sollte Sie auf jeden Fall darauf achten, das Ihr Telefonanbieter für Kinder nicht geeignete Seiten gesperrt hat. Sie Ihrerseits sollten zur Sicherheit die Bluetooth- oder Infrarotschnittstellen des Handys sperren. So gelangen Pornofilmchen oder Gewaltdarstellungen gar nicht erst auf das Handy des Kindes. Hier geht es nämlich nicht nur um unerwünschte Inhalte, hier kann schnell die Grenze zur Illegalität überschritten werden: Denn wer illegale Darstellungen auf seinem Handy hat, macht sich strafbar. Kindern unter 16 Jahren darf Pornographie nicht gezeigt werden. Erhalten Kinder unter 16 Jahren pornographische Darstellungen, gelten sie als Opfer. Speichern sie diese aber länger als drei Wochen, werden sie zu Tätern.

Zur Kostenkontrolle ist es in jedem Fall sinnvoll, auf ein Prepaid-Angebot zurückzugreifen.