unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Wie kann ich meine Kinder im Internet schützen?

Die Frage nach dem Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet stellen sich wohl alle Eltern. Ein engagierter Vater erklärt hier, warum alle Eltern die entscheidenden Kompetenzen für den Schutz ihrer Kinder im Internet mitbringen.

Das können Eltern tun

Kinder sollten in der Mediennutzung begleitet und unterstützt werden. Natürlich altersgerecht. 12Jährige müssen sicher nicht mehr beim Anschauen eines Kinderfilms aktiv begleitet werden. 6Jährige schon eher. Und die 12 Jährigen mögen vielleicht das Gesehene gerne besprechen.

Die Zeit, in der Kinder noch weitgehend kooperativ sind, und die Meinung der Eltern bei ihnen noch viel gilt, sollte genutzt werden. In der Pubertät werden sich die Kinder verstärkt nach ihrer sogenannten Peergroup, nach den Gleichaltrigen, richten und deren Wertvorstellungen als Massstab nehmen. Das ist auch gut so, das gehört zur Selbstfindung und zum notwendigen Abnabelungsprozess. Der Einfluss der Eltern auf die Mediennutzung ihrer Kinder wird sich dann aber irgendwann mal in sehr übersichtlichen Grenzen halten. Andererseits sind Kinder, die in frühen Jahren einen verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit Medien erfahren und gelernt haben, später sicher auch besser in der Lage, exzessiven Medienumgang oder problematische Anwendungen zu hinterfragen und gegebenenfalls abzulehnen.

Doch wie kann das im Alltag aussehen?

Das Wichtigste zuerst: nehmen Sie mögliche negative Auswirkungen einer intensiven Mediennutzung Ihrer Kinder ernst. Aber konzentrieren Sie sich nicht ausschliesslich auf diese und vor allem: Lassen Sie sich nicht verunsichern. Denn Ihre allfällige Angst vor den neuen Medien verunsichert auch die Kinder. Sei es in der eigenen Mediennutzung oder in der Kommunikation mit Ihnen darüber, was sie in den neuen Medien so tun.

Es ist sicher immer wieder eine neue Herausforderung für Eltern, Kinder und später Jugendliche bei der Mediennutzung zu begleiten, die Zeit und Einsatz erfordert. Andererseits ist es aber auch eine Möglichkeit, mit den Kindern gemeinsam etwas zu unternehmen und zu erleben.