unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Spiel und Bewegung

Für Entwicklung von Kindern ist das Spielen zentral. Spielen, und damit ist hier natürlich nicht das Spielen von Computergames etc. gemeint,  ist sozusagen der Motor kindlicher Entwicklung. Sie können dabei Verhaltensweisen ausprobieren, Grenzen ausloten, Regeln einüben, lernen mit Gleichaltrigen umzugehen und Erlebtes und Gesehenes verarbeiten.

Wenn Kinder wie gebannt vor dem Fernsehen sitzen, werden sie wohl unterhalten, doch ihre natürlich Beziehung zu Spiel und Bewegung wird dadurch kaum angeregt. Dabei ist Bewegung für die gesamte Entwicklung der Kinder sehr wichtig. Denn es stehen nun entscheidende Veränderungen des Muskel-, Skelett- und Nervensystems an, die ohne genügend Bewegung nicht optimal ausgebildet werden. Darum sollten Kinder im Primarschulalter viele Gelegenheiten haben, zu klettern, laufen, schaukeln, balancieren und sich auch mal etwas mehr zutrauen. Bewegungsmangel kann auch über die körperliche Entwicklung hinaus verschiedene Folgen haben: motorischen Unruhe, also ein Herumzappeln, aber auch verminderte Konzentrationsfähigkeit und Schwierigkeiten bei Lernen.

Kinder lernen sehr viel über das eigene Erleben, über Erfahrungen. Darum brauchen sie eigene Erfahrungen in der realen Welt. Ersatzwelten in den Medien mögen unterhaltsam sein, hilfreich für die Entwicklung sind sie nicht, auch wenn sie durchaus auch mal eine nützliche Ergänzung sein können.

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