unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Langeweile darf sein

Langeweile kann durchaus etwas Positives sein. Und sollte nicht immer rasch durch ein Unterhaltungsangebot behoben werden. Wer kennt das nicht: „Was soll ich machen? Mir ist sooo langweilig“. Als Mutter, als Vater ist man da schon mal versucht, Abhilfe zu schaffen und Nutzung eines Mediums vorzuschlagen. Doch Kinder brauchen viel Zeit und Raum, um Gelerntes und Erlebtes zu verarbeiten. Und dafür brauchen sie auch mal Auszeiten von der Schule, den Medien und von Unterhaltungsangeboten. Folgendes Beispiel illustriert das sehr gut: Spielen Kinder gleich nach der Schule ein Computergame, so können gemäss des aktuellen Forschungsstandes die emotionalen Reize, die dabei im Gehirn von Kindern entstehen, das neu aufgenommene Wissen aus der Schule gewissermassen überschreiben. Die Folge: Der neue Lernstoff wird nicht im Langzeitgedächtnis gespeichert, die emotional stärker aufgeladenen Computerbilder überlagern und löschen ihn.

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