unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Gute Medien – schlechte Medien?

Die Medien im Sinn der Geräte, also die Fernsehapparate, die Computer und Handys, sind per se natürlich weder gut noch schlecht. Auch die einzelnen Anwendungen, auf die wir über die Geräte Zugriff haben wie das www, soziale Netzwerke oder das Fernsehprogramm sind an und für sich ja mehr oder weniger lediglich Strukturen oder Gefässe, die noch mit Inhalt gefüllt werden müssen. Problematisch, zumal für Kinder, können damit eigentlich nur die Inhalte sein. Das sind Inhalte, die sie z.B. durch Themen oder Komplexität überfordern, die sie nicht oder nur schwer einordnen und verarbeiten können. Ein gutes Beispiel für eine solche Überforderung sind die zahlreichen, bedrohlichen und sich teilweise sogar widersprechenden Berichte über die Naturkatastrophe in Japan (im März 2011) und ihre Folgen.

Darum sind generelle Verbote einzelner Medien, die im Elternhaus verfügbar sind, nicht sinnvoll, zumal eine durchgehende Kontrolle kaum möglich ist. Heranwachsende brauchen - je älter sie werden desto mehr - auch Freiräume. Nur so können sie Verantwortung und Selbständigkeit erlernen. Aber ein genaues Hinsehen auf die Medieninhalte ist wichtig, wie auch eine eindeutige Stellungnahme zu solchen Medieninhalten, die Eltern missfallen.  Denn bleiben Inhalte unkommentiert, können die Kinder dies als Zustimmung auffassen. Dabei sollte jedoch zwischen Medieninhalten, die uns Eltern nicht gefallen und tatsächlich schlechten oder gar schädigenden Angeboten unterschieden – und dies auch entsprechend vermittelt – werden. Also z.B. zwischen Sendungen, die wir Erwachsenen langweilig oder albern finden, und Sendungen, in denen viel Gewalt, entwürdigende Darstellungen o.ä. vorkommt.

Wie erkennen Sie nun, welche Sendungen oder Spiele für Ihre Kinder geeignet sind? Die einfachste und beste Antwort ist: durch Hinsehen. Natürlich hilft es aber auch, dabei auf einige Punkte zu achten: