unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Entwicklungsschritte

Die körperliche Entwicklung von Kindern im Primarschulalter zeigt sich nicht nur am Wachstum, sondern auch an der neu gewonnenen Geschicklichkeit und einer gesteigerten Koordinationsfähigkeit. Die Kinder wollen nun ihr soziales Umfeld erkunden, erobern und es auch aktiv mitgestalten. Sie weiten ihren Beziehungs- und Wirkungsraum auf die Nachbarschaft und die Schule aus, und die Beziehungen zu Gleichaltrigen gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig entwickeln sie nun eigene Interessen und proben ein Stück weit ihre persönliche Unabhängigkeit.

Die Kindern lernen nun auch, sich selbst zu kontrollieren, d.h. ihr Impulsivität ein Stück weit im Zaun zu halten, sich über eine etwas längere Zeitspanne zu konzentrieren und mit frustrierenden Situationen gelassener umzugehen. Sie haben nun auch ein Verständnis dafür, was richtig und was falsch ist, was „man“ tun sollte oder darf und was nicht. Entsprechend meldet sich auch schon mal das Gewissen, wenn sie etwas angestellt haben. Sie lernen auch, sich in andere hinein zu versetzen und mit ihnen mitzufühlen.

Und sie lernen – Lesen, Schreiben, Rechnen.

Im Medienzeitalter gesellt sich zu diesen 3 klassischen Kulturtechniken, ohne die sie sich im Erwachsenenalter nicht vollumfänglich in Gesellschaft und Berufsleben integrieren könnten, eine 4. hinzu: surfen. Oder Medienkompetenz, wie sich der kompetente Umgang mit den neuen Medien korrekt nennt.

Während das Lesen-, Schreiben- und Rechnen-Lernen vorwiegend in die Schule gehört und weitgehend in der Primarschulzeit erlernt werden kann, ist der Erwerb der Medienkompetenz auch, wenn nicht vor allem, Sache des Elternhauses. Und zieht sich durch die ganze Kindheit und Jugendzeit.

einerseits zeigen Studien, dass viele Kinder in diesem Alter die neuen Medien durchaus bereits nutzen. Andererseits beginnen Kinder gerade in diesem Alter grosses Interesse für Medien zu entwickeln. Gerade auch an anhand der „alten“ Medien wie etwa des Fernsehens kann nun eine vernünftige Mediennutzung erprobt und eingeführt und so ein wichtiger Grundstein für eine sinnvolle und selbstbestimmte Mediennutzung im Jugendalter gelegt werden.

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