unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Soziale Kompetenz – etwas Theorie

Die wohl einschneidendsten und offensichtlichsten Veränderungen haben die neuen Medien in der Kommunikation bewirkt. Kommunikation über die neuen Medien ist unabhängig von Ort und Zeit, gleichzeitig fehlt der direkte Austausch zwischen den Kommunikationspartnern. Diese Veränderungen lassen uns nicht auf altbekannte Muster zurückgreifen und zwingen uns, Kommunikation im Netz eigentlich zu erlernen. Die neuen sozialen Situationen, denen uns die neuen Medien nicht zuletzt aufgrund ihrer Interaktivität, Virtualität, Multimedialität und Vernetzung aussetzen, führen darüber hinaus zu Fragen nach dem Verhältnis von Realität und Virtualität, nach ethischen Richtlinien im digitalen Miteinander oder nach dem Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre.

Soziale Kompetenz zeigen, das bedeutet auch in den neuen Medien die eigenen Fähigkeiten und das eigene Wissen so einsetzen, dass man die eigenen Interessen und Bedürfnisse wahren und umsetzen kann, ohne die soziale Akzeptanz zu verletzen oder gar zu verlieren. Durch Begabung, Bildung und Erfahrungen erwirbt man sich das Wissen um die angemessenen Verhaltensweisen sowie die Fähigkeit, sie in konkreten Situationen effektiv einzusetzen. Von aussen wird soziale Kompetenz oft als Charaktereigenschaften wie Konfliktfähigkeit oder Teamorientierung wahrgenommen. Die neuen Medien fordern einerseits sozial kompetente Reaktionen und Antworten auf neue oder veränderte Situationen ein. Andererseits setzen sie durch die rasante Weiterentwicklung ihrer Technologien und die daraus entstehenden neuen Veränderungen auch in diesem Bereich eine beachtliche Flexibilität und Lernbereitschaft voraus.

Anders als im realen Leben bleibt es Kindern und Jugendlichen in den neuen Medien vielfach weitgehend selbst überlassen, sich die mediengerechte soziale Kompetenz anzueignen. Das hat durchaus seine Gründe: auch die Erwachsenen sind in diesem Bereich über weite Strecken noch Lernende. Eltern können jedoch ihre Kinder dann unterstützen, wenn sie selbst die hierfür relevanten Aspekte der neuen Medien kennen.