unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Mediensprache - was ist das?

Unter dem Sammelbegriff „Mediensprache“ wird in der Regel eine ganze Reihe verschiedener Sprachformen oder Codes zusammengefasst, die in den neuen Medien benutzt werden.

Die (schriftliche) Kommunikation im Internet oder über mobile Telefone ist nicht einfach eine neue Variante des Briefeschreibens und hat entsprechend auch ihre eigenen Gesetze. Darum werden Mitteilungen via SMS, E-Mail oder Chat immer seltener in der für geschriebene Texte bislang vorgesehenen Schriftsprache verfasst. Im Lauf der Zeit haben sich der jeweiligen Technologie angepasste und recht eigenständige Codes entwickelt.

Dabei spielt die Geschwindigkeit eine zentrale Rolle. Obwohl die Mitteilungen geschrieben werden, wird immer häufiger eine Art Realzeitkommunikation, vergleichbar einem Gespräch, angestrebt. Da bleibt nicht die Zeit, Wörter vollständig auszuschreiben, ganze Sätze zu formulieren, sich um grammatikalische Feinheiten und Zeichensetzung zu kümmern oder gar Gefühle zu beschreiben.

Mediensprache beziehungsweise die in den neuen Medien gängigen Codes zeichnen sich jeweils durch mehrere der folgenden Merkmale aus:

    • freie Rechtschreibung
    • phonetische Schreibweise („me xed sich“ für „man sieht sich“)
    • Verwendung von Abkürzungen und Akronymen
    • Einsatz von lautmalenden Worten („seufz!“)
    • Ersetzen ganzer Bedeutungseinheiten oder der nonverbalen Kommunikation durch Emoticons
    • Einbezug englischsprachlicher Begriffe: Als Lingua Franca oder allgemeinverständliche Verkehrssprache der neuen Medien ist Englisch auch ein wesentlicher Bestandteil der Mediensprache

     Problem Mediensprache?

    Im Vergleich mit der Schriftsprache, in unserem Fall dem Standarddeutsch, kann Mediensprache reduziert oder verkümmert wirken. Tatsächlich scheint Mediensprache im Wesentlichen auf ihre Funktionalität beschränkt. Das heisst, sie dient vorrangig der Informationsvermittlung. Mehr dazu hier