unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Medienkompetenz – eine neue Kulturtechnik?

Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen sind zwar Voraussetzung für einen kompetenten Umgang mit den neuen Medien. Besonders ohne Lesen und Schreiben geht in den neuen Medien so gut wie gar nichts. Wer nicht lesen kann, ist nicht in der Lage, den neuen Medien Informationen zu entnehmen, wer nicht schreiben kann, dem bleibt zumindest die schriftbasierte Kommunikation in den neuen Medien verschlossen. Doch mit Lesen und Schreiben allein können die neuen Medien noch lange nicht sinnvoll und vollständig genutzt werden. Zunächst ist die technische Kompetenz (mehr dazu hier) gefragt. Ohne die nötigen Kenntnisse kann nicht auf Informationen zugegriffen, können keine E-Mails verschickt oder Informationen gesucht werden. Liegen Informationen vor, ist eine E-Mail empfangen, können sie gelesen werden. Ob sie aber auch richtig verstanden und interpretiert werden, darüber entscheidet die Informationskompetenz (mehr dazu hier) des jeweiligen Nutzers. Darüber hinaus verändern und beeinflussen die neuen Medien soziale Situationen und insbesondere die Kommunikation. Ohne die entsprechende soziale Kompetenz (mehr dazu hier) ist es kaum möglich, sich angemessen und selbstbestimmt in den neuen Medien zu bewegen.

Verstehen wir den Begriff „Kulturtechnik“ als das Wissen um die Gesetzmässigkeiten und das Beherrschen der Technologien, welche die Teilnahme an den Informations- und Kommunikationsformen einer Gesellschaft überhaupt erst ermöglichen, so ist Medienkompetenz mit all ihren Teilbereichen zweifellos eine Kulturtechnik, die so selbstverständlich erlernt werden muss wie eben Lesen, Schreiben und Rechnen. Neu an der Kulturtechnik Medienkompetenz ist, dass sie jedoch nicht einfach einmal erlernt werden kann. Sie setzt vielmehr lebenslanges Lernen voraus.

Medienkompetenz

– ein Erklärungsversuch