unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Wohin ein Tippfehler so führen kann

Es kann schnell passieren: Statt der korrekten URL für die beliebte Suchmaschine für Kinder www.blindekuh.de wird www.bindekuh.de eingegeben. Und schon ist man – nein, für einmal nicht auf den leidigen landings.trafficz.com..., sondern hier:

Auf den ersten Blick ist dies durchaus eine Kinderseite. Die fröhlichen Kids und die richtigen Stichworte wie "spielen", "Löwe" und "Malvorlagen" scheinen dies zu bestätigen. Wer die "Blinde Kuh" nicht kennt, wird den Fehler nicht gleich bemerken. Kinder wohl noch weniger.

In Wirklichkeit ist diese Website eindeutig eine Marketingmassnahme mit etwas dubiosem Hintergrund. So steht ganz unten auf der Seite, in kaum lesbarer Schrift: "Die sponsored Links dieser Webseite sind das Ergebnis einer Internetsuche. Sie werden von einem Dritten bereitgestellt. NameDrive und der Domaininhaber sind weder für den Inhalt noch für das Ergebnis verantwortlich. Sollten Sie einen Verstoß gegen das Markenrecht feststellen, wenden Sie sich bitte direkt an den Domaininhaber."

Ärgerlich ist dabei besonders, dass hier Kinder betroffen sind. Mit der in diesem Alter meist noch nicht voll ausgebildeten Medienkompetenz können Kinder in solchen Fällen schwer beurteilen, ob sie kommerzielle Inhalte vor sich haben oder nicht.

Aber es kommt noch besser. Über das Stichwort "Spiele" gelangt man mit einem Klick auf die Seite internetgamebox. Und hier gibt es laut Eigenwerbung: "Kostenlose Online-Kampfspiele, wie z. B. Bug Hunt, Counterstrike, Dragon Ball und viele andere mehr." Da kommt bei Eltern doch Freude auf!