unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Das können Eltern tun

Medienkompetenz ist keine Selbstverständlichkeit – weder bei den Eltern und bei ihren Kindern. Sie muss in all ihren Facetten von allen erst erworben werden.

Dazu müssen Eltern aber keine Experten sein. Wichtig ist es jedoch, sich mit den verschiedenen Bereichen der Medienkompetenz und mit den digitalen Medien auseinander zu setzen.

Medienkompetenz kann gerade Kindern nur beschränkt theoretisch vermittelt werden. Ein guter Weg, Kinder und Jugendliche beim Erwerb von Medienkompetenz zu unterstützen, ist hingegen die Förderung einer aktiven Mediennutzung und Mediengestaltung. Wer z.B. selbst Medieninhalte erstellt, lernt viel über die Funktionsweise der Medien, über die Manipulierbarkeit der Inhalte und die Zuverlässigkeit von Quellen.

Hier einige Anregungen für eine aktive Mediennutzung und Mediengestaltung, die nicht nur einfach umzusetzen sind, sondern auch Eltern und Kindern gleichermassen Spass machen:

Geocaching: Eine ganz grossartige  Möglichkeit, neue Medien zusammen mit Kindern zu nutzen und dabei die eigene Umgebung nähere und weitere zu erkunden. Geocaching ist eine Art elektronische Schnitzeljagd. Mit Hilfe von GPS-Empfängern und Koordinaten, die über das Internet eingeholt werden können, sollen dabei Verstecke geortet, gefunden oder selbst angelegt werden. mehr zum Geocaching hier

Hörmedien produzieren: Das kennen die meisten aus der eigenen Kindheit: Mit dem Kassettengerät liessen sich schon früher selbst gesungene Lieder oder selbst erzählte Geschichte aufnehmen. Das kann man heute mit vielen Kinderkassettengeräten auch. Aber auch Handys, MP3-Player haben vielfach eine Aufnahmefunktion. Am Computer können solche Aufnahmen zudem bearbeitet, geschnitten (kostenlos z.B. mit dem Programm Audacity, das hier heruntergeladen werden kann) und mit Geräuschen (kostenlos z.B. von hier) ergänzt werden. So kann ganz einfach ein kleines Hörspiel erstellt werden. Für den privaten Gebrauch dürfen Sie auch Songs hinein scheiden. Auf CD gebrannt, ist ein solches Hörspiel auch ein schönes Geschenk.

Hörquiz produzieren: Mit Tonaufnahmen lassen sich auch lustige Hörquizs erstellen. Das macht Kindern während der Aufnahmen, aber auch später beim Spielen Spass. Dafür können fertige Geräusche verwendet werden (kostenlos z.B. von hier) oder selbst Aufnahmen erstellt werden. Ein Besuch im Zoo, mit dem Ziel, Tierstimmen aufzunehmen, wird zu einem ganz neuen Zooerlebnis. Und das Hörquiz kann später zum Vergnügen aller an einen Kindergeburtstag gespielt werden.

Glückwunschkarten erstellen: Mit Hilfe der gängigen, meist schon zur Grundausstattung gehörenden Bildbearbeitungs- und Malprogrammen lassen sich Weihnachts- oder Geburtstagskarten gestalten. Kinder können von er Ideenfindung bis zur Gestaltung eingebunden werden.

Bilderbuch produzieren: Etwas aufwändiger sind selbst gemachte Bilderbücher. Vielleicht hat ihr Kind eine Lieblingsgeschichte? Vielleicht sogar eine von jenen, die Sie sich selbst ausgedacht haben? Oder es hat Freude daran, sich auszumalen, wie eine Geschichte weitergehen könnte? Mit den vom Kind selbst gemalten Bildern und dem falls nötig von Ihnen beigesteuertem Text lässt sich mit gar nicht so viel Aufwand ein Bilderbuch erstellen. Statt der Bilder können auch kleine Szenen fotografiert und eingesetzt werden.

Bildquiz erstellen: Mit Fotos lässt sich übrigens auch ein spannendes Quiz erstellen. Fotografieren Sie nach Absprache mit dem Kind Details aus Ihrem Garten, Ihrer Wohnung oder wieder dem Zoo und stellen Sie mit diesem Bildern das Quiz “wo ist das?“ oder „Was ist das?“ zusammen. Oder lassen Sie gleich das Kind mit einem Handy oder einer einfachen Kamera die Aufnahmen machen. Kinder haben oft einen andern Blick auf die Dinge, bemerken andere Details als Erwachsene. Das kann so ein Quiz später auch für Erwachsene richtig spannend machen.

Natürlich liesse sich die Liste der Anregungen noch lange weiter fortsetzen. Aber lassen Sie sich einfach von Ihren Kindern, deren Interessen und Ihren eigenen Ideen inspirieren!