unterstützt Eltern in der Medienerziehung

In die Mediengesellschaft geboren

Die heutigen Kindergartenkinder sind echte Digital Natives; sie sind in die Welt der digitalen Medien hinein geboren. Doch damit ist ihnen Medienkompetenz noch nicht in die Wiege gelegt worden. Auch sie werden diese wie viele andere Fähigkeiten noch im Lauf der kommenden Jahre erwerben müssen. Und eines haben sie mit allen Generationen vor ihnen gemeinsam: Bis zum Schuleintritt haben sie wie alle Kinder vor ihnen viele Entwicklungsschritte zu bewältigen und sollten vielfältige Erfahrungen machen. Einige davon sind in Zusammenhang mit Medien und Mediennutzung von besonderer Bedeutung. Sie zu kennen, kann Eltern helfen, ihre Kinder bei deren ersten Schritten in die Medienwelten sinnvoll zu unterstützen und zu begleiten:

  • Kein Kind ist wie ein anderes. Jedes Kind macht eine individuelle Entwicklung durch, in seinem eigenen Tempo, mit der für ihn richtigen Grösse der Schritte.
  • Kinder können ab ca. 2 Jahren zwischen eigenen Gefühlen und den von anderen unterscheiden, ab ca. 4 Jahren einfache Gedankengänge von anderen nachvollziehen. Entsprechend intensiv oder auch verunsichert können sie auf Medieninhalte wie Filme reagieren – und sei es ein in Erwachsenenaugen harmloser Disneyfilm.
  • Bis zum Alter von rund 5 Jahren können Kinder nicht zwischen Werbung und Fernsehprogramm unterscheiden und bis zum Alter von ca. 6 Jahre können sie sich nicht genügend vor unbekannten Inhalten schützen.
  • Kinder brauchen ganzheitliche Erfahrungen bei denen sie mit allen Sinnen ihre Umwelt erleben.
  • Kinder brauchen auch für ihre geistige Entwicklung viel Bewegung.
  • Kinder brauchen andere Kinder. Live und real und nicht über den Bildschirm.
  • Kinder brauchen Bindung, Beziehungen und Bezugspersonen.
  • Kinder brauchen Zeit und Aufmerksamkeit ihrer Eltern und Bezugspersonen.
  • Kinder verarbeiten ihre Erlebnisse und Eindrücke im Spiel. Kinder brauchen Zeit, um Medienerlebnisse, also z.B. Filme, im Spiel zu verarbeiten.