unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Einführen in die Mediengesellschaft

Die neuen Medien sind wirklich kinderleicht zu bedienen. Sie faszinieren Kinder auch. Weil Erwachsene sie nutzen, aber auch weil sie so schön bunt sind und Spass machen.

Doch nicht alles, was bedient werden kann, ist in jedem Alter geeignet. Kinder im Kindergartenalter haben eine ganze Reihe von Entwicklungsaufgaben bewältigen – wenn nicht gar die meisten auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben. Dafür brauchen sie Zeit und Raum und reale Erfahrungen. Medien sind zwar ein Teil ihrer Umwelt, doch eben nur ein Teil. Darum heisst altersgerechte Medienerziehung in diesem Alter auch Grenzen setzen, einzelne Medien auch mal aussen vor lassen. Es muss ja nicht gleich alles auf einmal sein. Das Motto „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ gilt im Zusammenhang mit der Nutzung neuer Medien nur beschränkt. Kinder müssen, sollen und können nicht alle wichtigen Fähigkeiten, die sie für einen verantwortungsvollen und selbstbestimmten Umgang mit den neuen Medien brauchen werden, bereits jetzt schon lernen. Sinnvoll ist aber eine schrittweise Einführung einzelner Medien.

Viele Eltern wählen sicher den Einstieg über „alte“ Medien wie Bilder- oder Vorlesebücher. Kinder haben nicht nur viel Vergnügen dabei, sie können auch schon eine der entscheidenden Säulen der Medienkompetenz üben: über Medien und Medieninhalte sprechen. Und das ist schliesslich der Sinn von Medienerziehung: Medienkompetenz vermitteln und einen gesunden und sinnvollen Umgang mit Medien aufzeigen, entwickeln und einüben. Mit einer gemeinsamen, aktiven Auseinandersetzung mit den neuen Medien, mit positiven Vorbildern aber auch mit kindergerechten Inhalten, Angeboten und Aktivitäten kann die Basis für eine gesunde, kritische und kompetente Mediennutzung gelegt werden.