unterstützt Eltern in der Medienerziehung

So viel Schutz muss sein

Die Anbieter der Telekommunikationsdienste bieten unterschiedliche Möglichkeiten, einige grundlegende Sicherheitsmassnahmen wie die Sperrung so genannter Erwachsenenunterhaltung unter 0900-Nummern vorzunehmen. Die Anbieter und ihre "Schutz-Dienste" in alphabetischer Reihenfolge:

Orange

Sunrise

Swisscom

Handy: Risiko oder Chance?

Handys sind heute weit mehr als einfach mobile Telefone. Mit ihren Zusatzfunktionen erlauben die neueren Geräte den Zugang zu allen Anwendungen der neuen Medien. Als eigentliche Multimediageräte bieten sie neben allen Chancen und Vorteilen der digitalen Kommunikations- und Informationstechnologien noch ein weiteres, entscheidendes Plus: die Mobilität.

Kein Wunder also, sind sie für Jung und Alt gleichermassen attraktiv. Sie können den Arbeits- und Lernalltag genauso beträchtlich erleichtern und bereichern wie die Freizeit.

Andererseits bergen heutige Handys eben auch alle Gefahren, welche die neuen Medien mit sich bringen. Dadurch, dass auf ihnen viele Sperren und Filter wenig oder gar nicht greifen, verschärfen sich viele Sicherheitsfragen.

Doch wie kann gesichert werden, dass Kinder und Jugendliche sich auch über ihr Handy geschützt und verantwortungsvoll in der digitalen Welt bewegen? Die Antwort kann nur heissen: mit der entsprechenden Medienkompetenz, die neben dem technischen Wissen auch die Informationen und Fähigkeiten einschliesst, die es Kindern und Jugendlichen ermöglicht selbstverantwortlich zu handeln und sich gegebenenfalls zu schützen.

Es sollte auch bedacht werden, dass ab einem gewissen Alter Verbote und Einschränkungen nicht mehr viel taugen. Im Gegenteil: aus ihrer eigenen Jugend wissen Eltern wahrscheinlich selbst noch am besten, dass Verbotenes besonders reizvoll sein kann, und Kinder und Jugendliche, wenn sie wollen, meist einen Weg finden, elterliche Verbote zu umgehen. Aufzuklären statt zu verbieten ist im Umgang mit den heutigen Handys darum zweifellos der richtige Weg.

Natürlich spielt auch das Alter der Kinder eine Rolle. Während jüngere Kinder noch geschützt werden müssen, sollten Heranwachsende über Gefahren und Risiken aufgeklärt werden. Denn die Grenze zwischen Recht und Unrecht ist schnell überschritten. Bekommt ein unter 16-jähriger Jugendlicher Porno- und Gewaltdarstellungen zugeschickt, macht sich der Absender strafbar und der Empfänger ist formaljuristisch "Opfer". Wenn der Jugendliche die Bilder aber länger als drei Wochen nicht löscht oder gar weiterverbreitet, macht er sich seinerseits strafbar.

Cyber-Mobbing, Happy Slapping & Co.: So können Handys missbraucht werden