unterstützt Eltern in der Medienerziehung
Pfad: GAMES

Testen Sie Ihr Wissen zu Games!

Unterhaltsam, spannend und lehrreich! Ein online-Game-Quiz der Thüringer Medienlandesanstalt vermittelt viele Informationen zu Games & Co. und macht erst noch Spass! mehr

10 Regeln für den Umgang mit Games

Regeln vereinbaren schafft Klarheit  

Game ist nicht gleich Game

Einführung in die Welt der Games 

Killerspiele verbieten?

Die sogenannten Killerspiele, bei denen das Töten der virtuellen Gegner belohnt wird, stehen immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Sollen sie verboten werden, oder sind sie gar nicht so gefährlich? – sie wollen sich selbst ein Bild machen? Dann lesen Sie hier weiter.

Sie wollen sich selbst ein Bild machen?

Lesen Sie hier eine Auswahl von Ansichten und Meinungen aus der Diskussion um Sinn und Unsinn von Games & Co. 

Games

Krieg spielen, Schönheitskönigin werden, Autorennen fahren, eine Farm bewirtschaften, Welten regieren: Kinder und Jugendliche stehen auf PC- und Konsolen-Games. Das sollten Eltern zum Thema Games wissen.

Wenn aus dem Zimmer des Sohnemanns Gefechtslärm dringt, wissen die Eltern: Der Junge ist wieder mal als «Psycho Sykes» im Einsatz. Getarnt mit einem Nanosuit und schwer bewaffnet schlachtet er massenweise böse Koreaner ab und rettet die westliche Welt. Dies ist – grob vereinfacht – der Ablauf von «Crysis Warhead», dem zur Zeit beliebtesten Action-Computer-Game in der Schweiz. Andere Action- oder Ego-Shooter-Spiele verlaufen mehr oder weniger ähnlich. In manchen jagt man Aliens, Zombies oder Nazis, in anderen kämpft man auf Seiten der US-Army gegen Terroristen und Drittwelt-Soldaten.

Gamen auf dem PC oder via Konsole am TV-Bildschirm gehört zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen. Dabei sind die Kleinen aber keineswegs nur auf stumpfe Ballerei aus. Viel beliebter als die so genannten Ego-Shooter sind zur Zeit Strategie- und Adventure-Games. Bei diesen geht es darum, Lösungen für mitunter recht komplexe Rätsel und Probleme zu finden, damit das Spiel weitergeht. Fast ebenso populär sind Racing-Spiele, mit denen man Auto- oder Motorradrennen simuliert. Shooter stehen in der Hitparade der Schweizer Gamerinnen und Gamer erst an achter Stelle.

Viele Eltern sind beunruhigt, wenn ihre Kinder am Computer spielen. Kaum zur Beruhigung beitragen können die regelmässigen Medienberichte über Gewalttäter und Amokläufer, deren Gewaltbereitschaft durch das exzessive Spielen einschlägiger Computer-Games gefördert worden sein soll. Offenbar neigen jugendliche Ego-Shooter-Spieler tatsächlich zu Feindseligkeit und sind nachtragender als andere. Andererseits gibt es ebenso viele Studien, die den Nutzen von Computer-Spielen belegen: Man lernt spielerisch, Probleme mit eigenen Strategien zu lösen, trainiert Reaktionsfähigkeit, Fingerfertigkeit und das räumliche Denken.

Mittlerweile gibt es Computerspiele, die bei älteren Menschen das Gedächtnis trainieren, Übergewichtigen beim Abnehmen oder Rauchern bei der Entwöhnung helfen sollen. Die Nintendo Wii-Konsole fordert den Spielern sogar echte sportliche Leistung ab. Bei diesen Spielen muss man gegen virtuelle Gegner Tennis spielen oder boxen – und zwar, in dem man die echten Sportbewegungen macht: Hin- und herlaufen, den Tennisschläger schwingen oder eben zuschlagen und ausweichen. Diese Spiele werden mittlerweile sogar in Reha-Kliniken oder zur Physiotherapie eingesetzt.

Im Visier der Jugendschützer und der medialen Kritik sind naturgemäss vor allem die blutrünstigen Shooter-Spiele. Der deutsche Kindertherapeut und Buchautor Wolfgang Bergmann, Leiter des Instituts für Kinderpsychologie und Lerntherapie in Hannover, ortet gerade bei Online-Rollenspielen wie «World of Warcraft» ein grosses Suchtpotenzial: «Diese Spiele laufen jeden Tag 24 Stunden lang. Jede Stunde, die sie nicht dabei sind, ist für sie eine verlorene.»

Grundsätzlich gilt aber auch für das harmloseste «Jump’n’Run»-Spiel: Wer zu lange und zu oft vor dem Computer oder der Spielkonsole sitzt, riskiert Übergewicht, Rücken- und Augenprobleme.

 

Für weitere Informationen: