unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Emoticons & Co.

Wenn Menschen miteinander sprechen, spielen die nonverbalen Botschaften eine wesentliche Rolle. Mimik, Gestik, Sprachmelodie, Betonung oder auch Sprechpausen verleihen dem Gesagten, den Worten, erst die vollständige Bedeutung. In der Kommunikation im Internet stehen diese Mittel nicht zur Verfügung. Die einzige Möglichkeit, sich mitzuteilen, besteht im Eintippen von Buchstaben und Zeichen. Die Kommunikation im Internet wie Chat oder das Instant Messaging sind jedoch von ihrem Charakter her mündliche Kommunikation in Echtzeit. Entsprechend haben sich auf der Basis der zur Verfügung stehenden Buchstaben und Zeichen Codes etabliert, die eben diese Lücke ausfüllen: Emoticons, Akronyme, Abkürzungen oder die sogenannte Sternchensprache.

Emoticons

Diese auch Smileys genannte Piktogramme (Symbole) sind schematisierte Gesichter, welche Gefühle und Stimmungen ausdrücken. Sie bestehen aus Satzzeichen und sind in der Regel recht einfach zu „übersetzen“. Andererseits wurde der Emoticon-Code im Laufe der Zeit derart verfeinert, dass Ungeübten eine Übersetzungshilfe nützlich sein kann:

:-)

Fröhlicher Smiley

:-))

Steigerung von fröhlichem Smiley

:-,

ironisches Lächeln

&&>

nicht ganz so ernst gemeint

:->>

sehr ironisch

;-)

zwinkernder Smiley

;-))

sarkastischer Smiley. Wie ;-) jedoch verstärkt

:-f

grinst

&.)..

vor Freude weinen

%-)

Cross-Eyes

:%)%

Akne

8-)

Brillenträger

:*)

betrunken

$-)

Yuppie oder auch geldgierig

:D

Gelächter

:-J

... Spass gemacht

:´-)

User/in ist so glücklich, dass er/sie weint

:)

Zwergsmiley/glücklich

:=)>

Benutzer hat zwei Nasen

:-)))))))

User ist so glücklich, dass er bei www.smiley-channel.de ist

:-)=)

breites Grinsen

:-7

gequältes Lächeln

|-)

kichernder Smiley

|-D

lächeln

:_)

Nase des Users rutscht vom Gesicht ab

Die klassischen, also selbst getippten Emoticons werden unterdessen immer weiter von vorgefertigten, teilweise gar animierten Emoticons verdrängt, die den Usern in den jeweiligen Chatrooms zur Verfügung gestellt werden.

Abkürzungen

Im Chat muss es schnell gehen. Darum wird auch in der Sprache abgekürzt, was immer abgekürzt werden kann: zum Beispiel „pic“ für picture oder „seufz“ für „ich seufze“, „das macht mich traurig“ etc.
Solche Abkürzungen sind nicht immer so einfach zu „übersetzen“ und können nicht universell eingesetzt werden. Viele Redewendungen lassen sich zudem nicht allein durch dass entsprechende Verb abkürzen. Nicht zuletzt deshalb haben sich wohl die Akronyme durchgesetzt.

Akronyme

Die Akronyme genannten Kurzwörter werden aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter, manchmal auch aus Zahlen,  gebildet, häufig in Grossbuchstaben geschrieben und können ganze Satzteile, Floskeln oder Redewendungen ersetzen. Ursprünglich wurden vorwiegend Akronyme aus dem Englischen verwendet: 

LOL

laughing out loud = lautes Lachen, „ich finde das zum Lachen

BRB

be right back = bin gleich zurück

U2

you too = du auch

IHNI

i have no idea = ich habe nicht die geringste Ahnung

Aber auch deutschsprachige und schweizerdeutsche Akronyme erfreuen sich grosser Beliebtheit:

lg

liebe Grüsse

bb

bis bald

etwas schwieriger zu dechiffrieren sind für Nichteingeweihte solche Akronyme:

wdnimlv

will di nie i min Läbe verliere

bifdd

bi immer für di do

hdmflug

ha di mega fescht lieb und gärn

eine Steigerung der Gefühle ist unbegrenzt möglich:

hdmmmmmmmmmmmflug

ha di mega, mega, mega, mega.... fescht lieb und gärn

Im Internet sind zahlreiche Akronymwörterbücher verfügbar. Hier zwei Beispiele:

Chat-Slang und Akronyme

Akronyme und Abkürzungen

Schreien im Internet

Lautliche Aspekte wie Schreien oder Flüstern, aber auch Betonungen und Dehnungen, werden in der internetbasierten Kommunikation mit Hilfe der Typografie umgesetzt:

  • Grossschreibung steht für Schreien: ES REICHT!
  • Klein(st)schreibung steht für Flüstern: psst...
  • Buchstabenwiederholungen zeigen Betonungen oder Schreien an: Oooooh!, Haaaallooo?

*knuddel*

Die Sternchensprache dient in der Regel dazu, Handlungen des Schreibenden zu beschreiben. Dazu wird das entsprechende Verb oder auch nur der betreffende Verbstamm zwischen zwei * gesetzt. Das Ergebnis ist dann je nach Zusammenhang etwa folgendermassen zu lesen:

*grins* = ich muss lachen, das ist ironisch gemeint*freu* = ich freue mich darauf, das freut mich*knuddel* = ich umarme dich, ich finde dich zum Knuddeln.

Social skills sind gefragt

Die neuen Medien haben unseren Alltag verändert. Die grössten Veränderungen haben sie sicher in der Kommunikation bewirkt. Diese Veränderungen lassen uns nicht auf altbekannte Muster zurückgreifen und zwingen uns, Kommunikation im Netz eigentlich zu erlernen.

Viele Anwendungen der neuen Medien führen darüber hinaus zu Fragen nach dem Verhältnis von Realität und Virtualität, nach ethischen Richtlinien im digitalen Miteinander oder nach dem Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre.

Im Netz erfolgreich kommunizieren

Im realen Leben spielen in der Kommunikation, im Austausch zwischen zwei oder mehreren Personen, neben der Sprache auch eine ganze Reihe weiterer Faktoren eine bedeutende Rolle. Die Kommunikation im Internet hingegen ist schnell, unkompliziert und bei Bedarf anonym. mehr

Verloren im Cyberspace

Während Kinder und Jugendliche ihre Identität sowie ihren Platz und ihre Rolle in der Gesellschaft suchen und definieren, sind sie in den neuen Medien zahlreichen Phänomenen ausgesetzt, die ihnen einerseits neue Möglichkeiten eröffnen, die sich andererseits jedoch oft nicht so einfach in die reale Welt einordnen lassen. mehr

Wie halten es die Medien mit der Moral?

In den neuen Medien fehlen vielfach noch die Normen, an denen sich Kinder und Jugendliche orientieren, aber auch reiben können. mehr

Soziale Kompetenz – etwas Theorie

Interaktivität, Virtualität, Multimedialität und Vernetzung verlangen nach einer eigenen sozialen Kompetenz. mehr