Verein elternet.ch
Thiersteinerallee 17
Postfach 317
4018 Basel
Tel 061 337 73 33
Fax 061 337 73 32
www.elternet.ch
info@elternet.ch
Übersicht der geeigneten Massnahmen
Eine Reihe von Massnahmen kann die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen vor Risiken schützen, die durch den Umgang mit den neuen Medien entstehen können. Die meisten sind dringend empfehlenswert. Welche jedoch und in welchem Umfang im Einzelfall ergriffen oder eingesetzt werden sollen, hängt sicher vom Alter der Kinder, den Umständen und dem eigenen Erziehungsstil ab. Kennen sollten Eltern sie jedoch alle.
Informationen aus dem Internet vorfiltern
Viele Risiken lassen sich umgehen, indem der Zugang zu Informationen beschränkt beziehungsweise gesteuert wird. Dies kann auf verschiedene Arten vorgenommen werden:
- Benutzerprofil: Im Benutzerprofil wird festgelegt, welche Zugriffs- und Verwaltungsrechte der jeweilige Nutzer auf dem Computer, aber auch in das Internet hat. So lässt sich im Browser auch vordefinieren, welche Websites vom Nutzer überhaupt eingesehen werden dürfen. Neue Websites können nur durch einen Nutzer mit Verwalter- oder Administratorenrechten zugelassen werden.
- Filter: Mit Filterprogrammen lassen sich Websites aufgrund ihrer Inhalte sperren. Das Programm verhindert den Zugang zu Sites, die als schädlich bezeichnetes Material enthalten (Pornografie, Gewalt usw.). Allerdings scheinen nicht alle Filterprogramme empfehlenswert zu sein. Gemäss eines Tests der welschen Konsumentenzeitschrift FRC Magazine sind nur gerade zwei Programme als gut zu bewerten: Parantal Filter Version 1.5.8. für Fr. 69.90 und Cyber Patrol Surf Control Version 7.6 für Fr. 54.30. Apple-Nutzer (OSX Leopard) brauchen keine zusätzliche Jugendschutzsoftware, die integrierte Schutzfunktion bewertet FRC Magazineals gut.
- interne Filter: manche Betriebssysteme und Browser haben eine integrierte Kindersicherung oder eine Filterfunktion. Diese können nach den individuellen Bedürfnissen eingestellt werden.
- Filter in Suchmaschinen: Manche Suchmaschinen bieten die Möglichkeit, einen Filter einzuschalten, der Seiten mit nicht jugendfreien Inhalten ausfiltert. Diese Filter sind als Schutz für Kinder und Jugendliche auch nur bedingt hilfreich, da sie vordefiniert sind und von jedem Nutzer mit einem Mausklick ausgeschaltet werden können.
Eltern helfen Eltern
"Kann man den Zugang zum Internet kontrollieren?" und "Schutz im Internet" – Informationen von Remo Viscardi, dipl. El. Ing. ETH.
Informationen zur Person anonym halten
Kinder und Jugendlichen ist es vielfach nicht bewusst, dass sie im Internet unzählige Spuren hinterlassen. Vielfach sind es winzig kleine Informationen, die insbesondere im Web mehr oder weniger breit verstreut sind: die Postleitzahl im Nickname (30checker00, diese Methode ist durchaus beliebt), ein paar Kommentare zu geposteten Bildern auf der Socialnetworking-Plattform wie „jöö Hansi, so sweet das pic“, „voll läss gse am Match, bisch am Samstig wieder dörte“. Schnell einmal fügen sich solche Informationen zu einem ganzen Bild. Hansi ist dann auch in der realen Welt aufspürbar. Auch für Übeltäter.
In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich auch, für die Verwendung auf Social Networking-Plattformen etc. anonymisierte E-Mail-Adressen einzurichten.
Einschränken von Kontakten
Es ist technisch durchaus möglich festzulegen, mit wem Kinder und Jugendliche über die neuen Medien Kontakt haben dürfen. Je älter sie sind, desto schwieriger ist das – wie im realen Leben auch. Zudem kann eine solche Beschränkung durchaus ein Eingriff in die Privatsphäre sein.
Einige Regelungen sind jedoch durchaus sinnvoll:
- Jüngere Kinder sollten sich im Internet nie von Fremden ansprechen lassen, sondern nur mit ihren wirklichen Freunden chatten. Dies gilt auch und besonders beim Chatten mit Webcams. So lässt sich beispielsweise im Instant Messaging einstellen, dass nur mit den Freunden aus der Buddy List kommuniziert werden kann.
- Jugendliche sollten wissen, dass ihr Gesprächspartner nicht der sein muss, für den er sich ausgibt und auch üble Absichten haben kann. Fremden gegenüber ist in den neuen Medien (noch) mehr Vorsicht und gesundes Misstrauen angesagt als in der realen Welt.
Absolut tabu sollten für alle Kinder und Jugendlichen Treffen mit Personen, die man nur aus dem Internet kennt, ohne Begleitung von Erwachsenen sein.
Weitere Informationen zum Thema Sicherheit im Internet für Kinder finden Sie auch auf der Website des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten.









