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neue Medien und Schule heute – eine Bestandesaufnahme
In der Studie „Computer und Internet in Schweizer Schulen, Bestandesaufnahme und Entwicklung von 2001 bis 2007“, die im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie durchgeführt worden ist, sind Daten zu Stand und Entwicklung der Integration der neuen Medien in Schweizer Schulen (Primarstufe und Sekundarstufen I und II) erhoben worden. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Ziele noch nicht erreicht sind.
Schulen im Netz
Dank der durch Bund, Kantone und Privatwirtschaft im August 2002 lancierten und per 31. Juli 2007 beendeten Initiative „Public Private Partnership – Schulen im Netz“ (PPP-SiN) konnten insbesondere in der Infrastruktur an Schulen deutliche Fortschritte erzielt werden:
- In fast 99 % der Schulen stehen für den Unterricht Computer zur Verfügung .
- Durchschnittlich kommt auf 7.6 Schüler ein Computer.
- Über 95 % der Schulen sind am Netz, das heisst, sie haben einen Internetzugang, der für den Unterricht genutzt werden kann.
- Über 90 % der Schulen verfügen über den Computer hinaus über die erforderlichen Peripheriegeräte.
neue Medien im Unterricht
- An 52.6 % der Sekundarschulen ist der Informatikunterricht obligatorisch.
- 33.4 % der Schulen in der Deutschschweiz haben ein Konzept für die Integration der neuen Medien.
- In 48% der Schulen wird eine Online-Lernplattform angeboten. (meist nicht als Plattform der ganzen Schule, sondern einzelner Lehrpersonen)
Lehrpersonen und neue Medien
- 66.9 % sind der Ansicht, dass ein Einsatz der neuen Medien in der Schule wichtig ist.
- Weniger als 50 % glauben, über die nötigen Kompetenzen zu verfügen, um die neuen Medien im Unterricht sinnvoll einsetzen zu können.
- Gerade 26 % beurteilen ihre methodisch-didaktischen Kenntnisse für den Einsatz von neuen Medien im Unterricht als gut oder sehr gut.
- 32.8 % setzen nach eigenen Angaben Computer mehrmals pro Woche im Unterricht ein.
- 21.3 % veranlassen nach eigenen Angaben mehrmals pro Woche ihre Schüler, vom Computer Gebrauch zu machen.
- Knapp 40 % sind der Ansicht, dass die Leistung von Schülern mit den neuen Medien gesteigert wird.
Die Studie zeigt deutlich, dass der Nutzen der neuen Medien im Unterricht nach wie vor umstritten ist. Zudem zeigt sie die grosse Lücke, die zwischen den technischen Möglichkeiten und der tatsächlichen Integration der neuen Medien im Unterricht klafft. Die Informatikverantwortlichen der Schulen sehen gemäss der Studie die Haupthindernisse in
- den „mangelnden Fähigkeiten der Lehrenden zur Integration der neuen Medien im Unterricht“ (70 %)
- der ungenügenden Anzahl Computer (63.8 %)
- fehlender Zeit für die Vorbereitung (59.3 %)
- fehlendem Interesse und mangelnder Motivation der Lehrenden (57.5 %)
Die vollständige Studie kann hier eingesehen werden.
Dass bei der Integration der neuen Medien in den Unterricht die Anforderungen an Lehrpersonen tatsächlich sehr hoch sind, zeigt auch das Anforderungsprofil, das von der Fachgruppe „fri-tic“ für die Integration der Informations- und Kommunikationstechnologien an den Freiburger Schulen zusammengestellt worden ist. Neben Fertigkeiten im Umgang mit den neuen Medien umfassen die Anforderungen auch die entsprechenden didaktischen und methodischen Kompetenzen. Anforderungsprofil ansehen









